Ein Vitamin C Serum schützt die Haut vor freien Radikalen, unterstützt die Kollagenbildung und sorgt für einen ebenmäßigeren, strahlenden Teint.
Was ist Vitamin C?
Vitamin C, chemisch L-Ascorbinsäure, ist ein wasserlösliches Vitamin. Die meisten Pflanzen und Tiere bilden es selbst, der Mensch nicht: Ihm fehlt dafür ein Enzym. Er nimmt Vitamin C deshalb über die Nahrung auf. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Frauen 95 und Männern 110 Milligramm pro Tag. In der Haut kommt Vitamin C in hohen Konzentrationen vor, vor allem in der Oberhaut. Dort übernimmt es zwei Aufgaben. Es schützt die Zellen vor oxidativem Stress, und es ist an der Bildung von Kollagen beteiligt, dem Strukturprotein, das der Haut Festigkeit gibt. Mit zunehmendem Alter und durch UV-Strahlung sinkt der Vitamin-C-Gehalt der Haut, und über die Ernährung lässt er sich dort nur begrenzt wieder anreichern. Hautpflege mit Vitamin C setzt deshalb direkt an der Hautoberfläche an. Ein Serum eignet sich dafür besonders gut, weil es Wirkstoffe meist höher konzentriert enthält als eine Creme und schnell einzieht, sodass die folgende Pflege darauf aufbauen kann.
Welche Wirkung hat Vitamin C auf die Haut?
Vitamin C wirkt in der Haut auf drei Ebenen, die sich gegenseitig verstärken.
Schutz vor freien Radikalen
UV-Strahlung, Luftverschmutzung und Zigarettenrauch erzeugen in der Haut freie Radikale: instabile Moleküle, die Zellstrukturen, Kollagen und Elastin angreifen. Dieser oxidative Stress gilt als einer der Hauptgründe für vorzeitige Hautalterung. Vitamin C neutralisiert die Radikale, bevor sie Schaden anrichten. Zusätzlich regeneriert es Vitamin E, das die fettlöslichen Bereiche der Zellmembranen schützt. Beide Antioxidantien arbeiten deshalb am besten zusammen: In einer Studie an Schweinehaut, die menschlicher Haut ähnelt, verdoppelte eine Kombination aus Vitamin C, Vitamin E und Ferulasäure den Schutz vor UV-Schäden. Einen Sonnenschutz ersetzt Vitamin C trotzdem nicht, es ergänzt ihn.
Unterstützung der Kollagenbildung
Kollagen hält die Haut fest und elastisch. Damit der Körper stabile Kollagenfasern bilden kann, brauchen zwei Enzyme Vitamin C als Helfer. Fehlt es, entstehen weniger und schwächere Fasern. Studien mit Vitamin C auf der Haut zeigen, dass regelmäßige Anwendung die Kollagenbildung anregen und das Erscheinungsbild feiner Linien verbessern kann.
Einfluss auf die Melaninbildung
Vitamin C hemmt die Tyrosinase, das Schlüsselenzym der Melaninbildung. Dadurch entsteht weniger neues Pigment, und der Hautton kann mit der Zeit gleichmäßiger wirken.
Wofür ist ein Vitamin C Serum gut?
Ein Vitamin C Serum lohnt sich vor allem, wenn eines dieser Anliegen auf Dich zutrifft:
- Fahler, müder Teint: Vitamin C bringt Leuchtkraft zurück und lässt die Haut frischer wirken.
- Ungleichmäßiger Hautton: Es mildert Verfärbungen, die durch Sonne und Hautalterung entstehen.
- Erste feine Linien: Als Helfer bei der Kollagenbildung unterstützt es die Festigkeit der Haut.
- Viel Sonne und Stadtluft: Als Antioxidans schützt es vor Umweltstress, der die Haut vorzeitig altern lässt.
Bei Pigment- und Altersflecken kann Vitamin C Flecken sichtbar mildern, ersetzt aber keine gezielte Pigmentpflege. Für Pigmentflecken lies weiter in unserem Ratgeber zu Pigmentflecken.
Bei Falten wirkt Vitamin C vor allem vorbeugend und bei feinen Linien. Welche Faltenarten es gibt und was bei tieferen Falten hilft, liest Du in unserem Überblick über die verschiedenen Faltenarten.
Reine Ascorbinsäure oder Derivat: die Vitamin-C-Formen im Vergleich
Vitamin C ist empfindlich. Licht, Luft und Wärme lassen es oxidieren. Erkennbar ist das daran, dass sich eine Formel gelb bis braun verfärbt und an Wirkung verliert. Hersteller setzen deshalb entweder auf reine L-Ascorbinsäure in aufwendig stabilisierten Formeln oder auf Vitamin-C-Derivate: chemisch veränderte Verbindungen, die länger stabil bleiben und meist erst in der Haut aktiv werden. Welche Form in einem Produkt steckt, verrät die Liste der Inhaltsstoffe.
| Vitamin-C-Form | Name in der Inhaltsstoffliste | Stabilität | Verträglichkeit | Gut zu wissen |
|---|---|---|---|---|
| Reine Ascorbinsäure | Ascorbic Acid | gering, oxidiert schnell | kann empfindliche Haut reizen | wirkt direkt, braucht einen sauren pH-Wert unter 3,5 |
| Phosphat-Derivate | Magnesium Ascorbyl Phosphate, Sodium Ascorbyl Phosphate, Aminopropyl Ascorbyl Phosphate | hoch | mild | wasserlöslich, gut geeignet für Seren und Gels |
| Glucosid | Ascorbyl Glucoside | hoch | mild | wird in der Haut durch Enzyme zu Vitamin C umgewandelt |
| Fettlösliches Derivat | Tetrahexyldecyl Ascorbate (auch Ascorbyl Tetraisopalmitate) | hoch | mild | für Öle und reichhaltige Texturen |
Worauf es bei der Konzentration ankommt
Bei reiner Ascorbinsäure nimmt die Haut Konzentrationen bis etwa 20 Prozent am besten auf, darüber steigt die Aufnahme nicht weiter an. Höhere Konzentrationen können empfindliche Haut dagegen eher reizen. Bei Derivaten lassen sich Prozentangaben nicht direkt vergleichen, weil jede Verbindung anders aufgebaut ist und unterschiedlich umgewandelt wird. Aussagekräftiger als die Zahl auf der Flasche sind deshalb eine stabile Formel, eine lichtgeschützte Verpackung und eine Anwendung, die Deine Haut dauerhaft verträgt.
Wann und wie wendest Du ein Vitamin C Serum an?
Ein Vitamin C Serum gehört zwischen Reinigung und Feuchtigkeitspflege. So baust Du es in Deine Routine ein:
- Reinigen: Gesicht gründlich reinigen, damit das Serum auf sauberer Haut arbeiten kann.
- Toner: Er bereitet die Haut auf die folgende Pflege vor. Was ein Toner genau macht, erklären wir in unserem Toner-Ratgeber.
- Serum auftragen: Beim BioLumin-C Serum eine volle Pipette auf Gesicht und Hals verteilen und kurz einziehen lassen.
- Feuchtigkeitspflege: Eine Creme oder ein Gel darüber hält die Feuchtigkeit in der Haut.
- Sonnenschutz am Morgen: Vitamin C verstärkt den Schutz vor Umweltstress, ersetzt aber keinen Lichtschutzfaktor. Tagsüber gehört deshalb immer ein Sonnenschutz als letzter Schritt dazu. Welcher zu Dir passt, zeigt unser Vergleich von physikalischem und chemischem Sonnenschutz.
Am meisten bringt Vitamin C am Morgen, weil es tagsüber freie Radikale aus UV-Strahlung und Umwelt abfängt. Das BioLumin-C Serum ist für die Anwendung morgens und abends formuliert. Wenn Deine Haut empfindlich ist, beginne mit einer Anwendung am Tag und steigere Dich langsam. Die richtige Reihenfolge aller Pflegeschritte findest Du in unserem Guide Hautpflege Schritt für Schritt.
Vitamin C mit anderen Wirkstoffen kombinieren
Vitamin C verträgt sich mit den meisten Wirkstoffen. Bei einigen lohnt sich ein Blick auf die Reihenfolge:
- Hyaluronsäure: eine ideale Ergänzung, weil sie Feuchtigkeit bindet, während Vitamin C schützt. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu Hyaluronsäure.
- Vitamin E: verstärkt die antioxidative Wirkung und steckt deshalb in vielen Vitamin-C-Formeln.
- Retinol: Retinol am besten abends, Vitamin C morgens verwenden. So bekommt jeder Wirkstoff seinen idealen Zeitpunkt, und Deine Haut wird nicht überfordert. Wie Retinol wirkt, erklärt unser Retinol-Ratgeber.
- Fruchtsäuren und Peelings: Bei empfindlicher Haut nicht in derselben Routine stapeln, sondern im Wechsel anwenden.
- Niacinamid: lässt sich in der Regel problemlos mit Vitamin C kombinieren.
Vitamin C und Exosomen
Exosomen sind winzige Bläschen, mit denen Zellen Botenstoffe austauschen. In der Hautpflege werden sie als natürliche Messenger eingesetzt, die die Regeneration der Haut unterstützen. Vitamin C übernimmt eine andere Aufgabe: Es schützt vor oxidativem Stress und unterstützt die Kollagenbildung. Weil sich beide Wirkstoffe ergänzen, lassen sie sich gut in einer Routine verbinden. Das Phyto Nature e² Exosom Treatment kombiniert Exosomen mit Enzymen und wird unter dem Serum aufgetragen, das Vitamin C Serum folgt darauf. Was hinter dem Wirkstoff steckt, erklären wir im Beitrag Was Exosomen in der Hautpflege bewirken. Die ganze Pflegelinie findest Du in der Phyto-Nature-Kollektion.
Die BioLumin-C-Serie im Überblick
Alle Produkte der BioLumin-C-Serie enthalten denselben stabilen Vitamin-C-Komplex aus zwei Derivaten, Aminopropyl Ascorbyl Phosphate und Ascorbyl Methylsilanol Pectinate, dazu Vitamin E. Sie unterscheiden sich in Textur, Zusatzwirkstoffen und Einsatz:
| Produkt | Was es ist | Zusätzliche Wirkstoffe | Einsatz | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|
| BioLumin-C Serum | Serum mit Pipette | Palmitoyl Tripeptid-5, Milchsäure | morgens und abends nach dem Toner | normale bis reife Haut mit ersten Zeichen der Hautalterung |
| BioLumin-C Eye Serum | Augenserum | Papain, Palmitoyl Tripeptid-5 | rund um die Augen | vorzeitige Hautalterung und durch Umweltstress belastete Haut |
| BioLumin-C Gel Moisturizer | leichte Feuchtigkeitspflege in Gel-Textur | Squalan, fünf Arten Hyaluronsäure | als Feuchtigkeitspflege nach dem Serum | alle Hauttypen |
| BioLumin-C Night Restore | Nachtserum | Pro-Vitamin-D-Komplex | abends | jeden Hauttyp |
| BioLumin-C Heat Aging Protector SPF 50 | Tagespflege mit Lichtschutzfaktor 50 | UV-Filter, ThermaRadiance-Komplex mit Vitamin E | morgens als letzter Schritt | jeden Hauttyp, besonders trockene und raue Haut |
Einen Überblick über unsere Vitamin C Seren findest Du in der Kategorie Vitamin C Serum. Du bist unsicher, welche Pflege zu Deiner Haut passt? Die Online-Hautanalyse Face Mapping gibt Dir eine persönliche Empfehlung.
Häufige Fragen
Was genau ist ein Vitamin C Serum?
Welches Vitamin C Serum ist das Richtige für Dich?
Welche Wirkung hat Vitamin C Serum und wofür wird es verwendet?
Was solltest Du bei der Anwendung eines Vitamin C Serums beachten?
Wann sieht man erste Ergebnisse mit einem Vitamin C Serum?
Warum verfärbt sich ein Vitamin C Serum?
Ist ein Vitamin C Serum besser als eine Vitamin C Creme?
Mehr Wissen vom International Dermal Institute
Das International Dermal Institute ist das 1983 gegründete Weiterbildungsinstitut für Hautpflegeprofis, auf dessen Ausbildungskonzept Dermalogica aufbaut. Zwei englischsprachige Beiträge des Instituts vertiefen das Thema. Im Podcast „Scientifically Speaking: A New Focus on Vitamin C" ordnet Dr. Diana Howard die Forschung zu Vitamin C in der Hautpflege ein. Der Beitrag „Pollution Protection" erklärt, warum Vitamin C als häufigstes Antioxidans der Haut eine zentrale Rolle beim Schutz vor Luftverschmutzung und UV-Stress spielt.
Quellen
- Pullar JM, Carr AC, Vissers MCM: The Roles of Vitamin C in Skin Health. Nutrients, 2017; 9(8): 866. doi.org/10.3390/nu9080866
- Telang PS: Vitamin C in dermatology. Indian Dermatology Online Journal, 2013; 4(2): 143–146. doi.org/10.4103/2229-5178.110593
- Al-Niaimi F, Chiang NYZ: Topical Vitamin C and the Skin: Mechanisms of Action and Clinical Applications. The Journal of Clinical and Aesthetic Dermatology, 2017; 10(7): 14–17. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29104718
- Pinnell SR et al.: Topical L-Ascorbic Acid: Percutaneous Absorption Studies. Dermatologic Surgery, 2001; 27(2): 137–142. doi.org/10.1046/j.1524-4725.2001.00264.x
- Lin FH et al.: Ferulic Acid Stabilizes a Solution of Vitamins C and E and Doubles its Photoprotection of Skin. Journal of Investigative Dermatology, 2005; 125(4): 826–832. doi.org/10.1111/j.0022-202X.2005.23768.x
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Referenzwerte für Vitamin C. dge.de
