Special Cleansing Gel und PreCleanse von Dermalogica, mit Wassertropfen benetzt, nebeneinander auf einer nassen, spiegelnden Fläche

Ölige Haut: 7 Mythen im Faktencheck

Ölige Haut braucht keine Austrocknung, sondern Balance: Milde Reinigung, leichte Feuchtigkeit und Sonnenschutz halten fettige Haut im Gleichgewicht.

Rund um ölige Haut halten sich hartnäckige Irrtümer, und manche davon machen den Glanz eher schlimmer. Hier sind sieben davon im Faktencheck, jeweils mit dem Pflegetipp, der stattdessen hilft.

Was ist ölige Haut?

Ölige oder fettige Haut bildet mehr Talg, als sie braucht. Talg ist das Fett der Talgdrüsen, das die Haut geschmeidig hält und schützt. Bildet sie zu viel davon, glänzt die Haut vor allem auf Stirn, Nase und Kinn, der sogenannten T-Zone, und Mitesser und Pickel entstehen leichter. Wie viel Talg die Haut bildet, steuern vor allem Hormone: Die Talgproduktion steigt mit der Pubertät und bleibt danach lange auf ähnlichem Niveau. Im Sommer bildet die Haut außerdem mehr Talg als im Rest des Jahres.

Mythos 1: Ölige Haut braucht keine Feuchtigkeitspflege

Fakt: Talg ist Fett, kein Wasser, und auch ölige Haut kann zu wenig Feuchtigkeit haben. In einer Studie mit 62 Frauen war die Hornschicht bei öliger Haut sogar weniger durchfeuchtet als bei trockener Haut. Die US-Fachgesellschaft der Hautärzte (AAD) rät deshalb, auch ölige Haut nach der Reinigung zu pflegen, am besten mit einer leichten, ölfreien Feuchtigkeitspflege wie Active Moist.

Mythos 2: Am besten trocknest Du ölige Haut mit Alkohol aus

Fakt: Alkoholische Gesichtswasser und scharfe Reiniger lösen nicht nur Talg, sie greifen auch die Fette und Eiweiße der Hautbarriere an. Die Folgen sind Spannungsgefühl, Trockenheit und Reizungen, und laut AAD kann ein zu scharfes Waschgel die Talgbildung sogar anregen. Besser ist ein mildes, seifenfreies Waschgel wie das Special Cleansing Gel.

Mythos 3: Je öfter Du Dein Gesicht wäschst, desto weniger glänzt es

Fakt: Zweimal am Tag reicht, dazu nach dem Sport. In einer Studie mit Männern mit leichter bis mittlerer Akne schnitt zweimal tägliches Waschen am besten ab, viermal brachte keinen zusätzlichen Vorteil. Gegen Glanz zwischendurch helfen Löschblätter, die Du sanft andrückst, oder ein erfrischendes Gesichtsspray wie der Micro-Pore Mist mit Niacinamid, den Du auch über Make-up sprühen kannst.

Mythos 4: Ein bisschen Sonne trocknet ölige Haut aus

Fakt: Der austrocknende Effekt täuscht. Im Sommer bildet die Haut nachweislich am meisten Talg, und UV-Strahlung kann Bestandteile des Talgs so verändern, dass sie Poren leichter verstopfen. Dazu lässt sie die Haut vorzeitig altern. Täglicher Sonnenschutz wie Porescreen SPF40 schützt und lässt die Poren feiner aussehen.

Mythos 5: Sonnenschutz macht ölige Haut noch fettiger

Fakt: Es kommt auf die Formel an. Leichte, ölfreie Texturen, die als nicht komedogen gekennzeichnet sind, verstopfen die Poren nicht und fühlen sich auch auf öliger Haut angenehm an. Ein Lichtschutz mit mattem Finish wie Clearing Defense SPF30 hält zusätzlich den Glanz in Schach.

Mythos 6: Ölige Haut verwächst sich nach der Pubertät

Fakt: Die Talgproduktion steigt bis zum Ende der Teenagerjahre und bleibt danach bis ins höhere Alter weitgehend gleich, bei Frauen sinkt sie erst nach den Wechseljahren. Ölige Haut begleitet viele deshalb bis weit ins Erwachsenenalter. Kommen Unreinheiten und erste Fältchen zusammen, gibt es dafür Pflege wie das AGE Bright Clearing Serum mit Salicylsäure und Niacinamid.

Mythos 7: Gegen ölige Haut kannst Du nichts tun

Fakt: Wie viel Talg Deine Haut bildet, legen vor allem Hormone fest, die passende Pflege hält ihn aber in Schach. Niacinamid verringerte in Studien die Talgmenge auf der Haut, Salicylsäure löst verstopfte Poren. Ein sanftes Peeling wie der Daily Microfoliant mit Papain-Enzymen und Salicylsäure ergänzt die Routine.

Wie pflegst Du ölige Haut richtig?

Ölige Haut braucht eine Routine, die Talg reguliert, ohne die Haut auszutrocknen:

  1. Reinigen: morgens und abends mit einem milden Waschgel, nach dem Sport zusätzlich. Warum ein Reiniger allein oft nicht reicht, erklärt Reicht ein Cleanser für die optimale Reinigung?
  2. Klären: ein alkoholfreier Toner oder ein Gesichtsspray mit Niacinamid. Mehr in Alles, was Du über Toner wissen musst.
  3. Gezielt pflegen: Seren mit Salicylsäure oder Niacinamid, dazu regelmäßig ein sanftes Peeling. Welche Peeling-Wirkstoffe zu Dir passen, zeigt Peeling-Wirkstoffe für Deine Haut.
  4. Feuchtigkeit: eine leichte, ölfreie Lotion oder ein Gel. Welche Textur zu Dir passt, steht in Der passende Moisturizer für Deine Haut.
  5. Morgens Sonnenschutz: leicht, ölfrei und nicht komedogen. Worauf es dabei ankommt, liest Du in 5 Tipps zum Sonnenschutz: So schützt Du Deine Haut richtig.

Bilden sich auf öliger Haut häufig Mitesser, hilft Schwarze Punkte auf der Nase: So wirst Du Mitesser los. Neigt sie zu Pickeln, räumt Akne und Pickel: 6 Mythen im Faktencheck mit weiteren Irrtümern auf. Alle passenden Produkte findest Du in der Kategorie Pflege für ölige Haut, und welche Routine zu Deiner Haut passt, zeigt Dir die Online-Hautanalyse Face Mapping.

Häufige Fragen

Was tut man gegen fettige Haut?

Fettige Haut braucht Balance statt Austrocknung. Reinige sie morgens und abends mit einem milden Waschgel, pflege sie mit einer leichten, ölfreien Feuchtigkeitspflege und schütze sie tagsüber mit einem Sonnenschutz, der die Poren nicht verstopft. Wirkstoffe wie Niacinamid und Salicylsäure halten Talg und Poren in Schach. Alkoholische Gesichtswasser und häufiges Waschen reizen die Haut dagegen eher.

Kann man die Talgproduktion stoppen?

Nein, und das wäre auch nicht sinnvoll, denn Talg schützt die Haut und hält sie geschmeidig. Wie viel Talg die Haut bildet, hängt vor allem von Hormonen ab. Pflege mit Niacinamid kann die Talgmenge auf der Haut aber verringern: In Studien mit zweiprozentigem Niacinamid sank sie nach zwei bis sechs Wochen. Bei starker Akne berät Dich eine Hautärztin oder ein Hautarzt zu ärztlichen Behandlungen.

Wie erkenne ich, ob meine Haut Feuchtigkeit oder Fett braucht?

Glänzt die Haut, fühlt sich nach dem Waschen aber gespannt an, fehlt ihr meist Feuchtigkeit, nicht Fett. Wirkt sie dagegen matt, rau und schuppig, fehlt ihr Fett. Ölige Haut kann also gleichzeitig feuchtigkeitsarm sein und braucht dann eine leichte, feuchtigkeitsspendende Pflege ohne zusätzliche Öle. Eine Hautanalyse wie Face Mapping hilft Dir, Deine Haut einzuschätzen.

Was ist der Unterschied zwischen öliger Haut und Mischhaut?

Bei öliger Haut glänzt das ganze Gesicht. Bei Mischhaut bilden vor allem Stirn, Nase und Kinn viel Talg, während die Wangen normal oder trocken sind. Messungen zeigen, dass die T-Zone grundsätzlich mehr Talg bildet als die Wangen und dass sich die Unterschiede mit den Jahreszeiten verändern.

Warum glänzt meine Haut im Sommer stärker?

Die Haut bildet im Sommer mehr Talg als im Rest des Jahres, das zeigen Messungen über alle Jahreszeiten hinweg. Dazu kommt Schweiß, der die Haut zusätzlich glänzen lässt. Leichte, ölfreie Texturen, ein mattierender Sonnenschutz und Löschblätter für zwischendurch helfen, ohne die Haut auszutrocknen.

Welche Feuchtigkeitscreme eignet sich für fettige Haut?

Am besten eine leichte Lotion oder ein Gel ohne zugesetzte Öle, gekennzeichnet als nicht komedogen. Solche Texturen versorgen die Haut mit Feuchtigkeit, ohne die Poren zu verstopfen oder einen Fettfilm zu hinterlassen. Neigt die Haut zusätzlich zu Unreinheiten, kann eine Pflege mit Salicylsäure sinnvoll sein.

Was hilft schnell gegen glänzende Haut?

Löschblätter nehmen überschüssigen Talg auf, wenn Du sie sanft auf die Haut drückst, statt zu reiben. Ölfreies Make-up auf Wasserbasis und ein mattierender Sonnenschutz halten den Glanz länger fern. Häufiges Waschen hilft dagegen nicht, es reizt die Haut eher.

Bekommt man von öliger Haut automatisch Pickel?

Nein. Viel Talg begünstigt Pickel, löst sie aber nicht allein aus. Erst wenn Talg und abgestorbene Hautzellen eine Pore verstopfen und sich Bakterien vermehren, entsteht eine Entzündung. Eine milde Reinigung und Wirkstoffe wie Salicylsäure, die verstopfte Poren lösen, beugen dem vor.

Weiterlesen und Quellen

Mehr Wissen vom International Dermal Institute

Das International Dermal Institute ist das 1983 gegründete Weiterbildungsinstitut für Hautpflegeprofis, auf dessen Ausbildungskonzept Dermalogica aufbaut. Zwei englischsprachige Beiträge vertiefen das Thema: „The Top Three Causes of Dry, Dehydrated Skin“ erklärt, warum auch ölige Haut feuchtigkeitsarm sein kann, und „What Causes Skin Aging?“ zeigt, wie stark UV-Strahlung die Hautalterung bestimmt.

Quellen

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  • Thadanipon K, Kitsongsermthon J: Comparative study into facial sebum level, pore size, and skin hydration between oily-skinned and dry-skinned Thai women. Skin Research and Technology, 2020; 26(2): 163–168. doi.org/10.1111/srt.12792
  • Ananthapadmanabhan KP et al.: Cleansing without compromise: the impact of cleansers on the skin barrier and the technology of mild cleansing. Dermatologic Therapy, 2004; 17 Suppl 1: 16–25. doi.org/10.1111/j.1396-0296.2004.04s1002.x
  • Choi JM, Lew VK, Kimball AB: A single-blinded, randomized, controlled clinical trial evaluating the effect of face washing on acne vulgaris. Pediatric Dermatology, 2006; 23(5): 421–427. doi.org/10.1111/j.1525-1470.2006.00276.x
  • Mills OH, Porte M, Kligman AM: Enhancement of comedogenic substances by ultraviolet radiation. British Journal of Dermatology, 1978; 98(2): 145–150. doi.org/10.1111/j.1365-2133.1978.tb01615.x
  • Draelos ZD, Matsubara A, Smiles K: The effect of 2% niacinamide on facial sebum production. Journal of Cosmetic and Laser Therapy, 2006; 8(2): 96–101. doi.org/10.1080/14764170600717704
  • Arif T: Salicylic acid as a peeling agent: a comprehensive review. Clinical, Cosmetic and Investigational Dermatology, 2015; 8: 455–461. doi.org/10.2147/CCID.S84765
  • American Academy of Dermatology: How to control oily skin. Stand 03.09.2024. aad.org
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